UniCat vergibt erstmalig den Clara-Immerwahr-Award

24. Oktober 2011

Der Exzellenzcluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) schreibt erstmalig den mit 15.000 Euro dotierten Clara-Immerwahr-Award aus. Der Preis, der zukünftig einmal im Jahr international ausgeschrieben wird, würdigt hervorragende Forschungsergebnisse einer exzellenten Nachwuchs­wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Katalyse.

Er soll außerdem zur Finanzierung einer Orientierungsphase im Exzellenzcluster UniCat oder zur Planung einer Kooperation mit UniCat-Arbeitsgruppen genutzt werden. Der Clara-Immerwahr-Award 2012 wird von der BASF SE, einem Industriepartner von UniCat, und von der TU Berlin finanziert.

Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 15. November 2011. Der Preis richtet sich an promovierte Frauen aus dem In- und Ausland aus den Bereichen Chemie, Physik, Biologie, chemische Verfahrenstechnik oder Biotechnologie mit Katalyse-relevanten Forschungsthemen. Die Auswahl erfolgt durch eine Jury bestehend aus fünf Professorinnen und Professoren des UniCat-Konsortiums. Die Gewinnerin wird im Dezember 2011 bekanntgegeben und auf einer öffentlichen Festveranstaltung im Februar 2012, auf der die international renommierte Wissenschaftlerin und Chemie-Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Ada Yonath einen Gastvortrag halten wird, ausgezeichnet. Mehr Informationen zum Clara-Immerwahr-Award finden Sie unter www.unicat.tu-berlin.de/clara-immerwahr-award.

Der Clara-Immerwahr-Award setzt ein besonderes Zeichen für die Förderung von exzellenten Nach­wuchswissenschaftlerinnen und ist eine weitere erfolgreiche Maßnahme im Bereich der Frauen­förderung von UniCat. Neben der Sichtbarmachung von exzellenten Wissenschaftlerinnen zählen dazu z. B. Seminare zur Gendersensibilisierung und Professionalisierung von UniCat-Mitgliedern, die Etablierung eines Gastwissenschaftlerinnenprogramms, die Bildung von Erfolgsteams sowie die Gründung des UniCat-Frauenstammtisches. Nähere Informationen zu den einzelnen Maßnahmen gibt es auf den Genderseiten unter www.unicat.tu-berlin.de/Gender.54.0.html.

Mit dem Clara-Immerwahr-Award würdigt UniCat Frau Dr. Clara Immerwahr, die im Jahr 1900 als erste deutsche Frau in Deutschland an der Universität Breslau mit einer physikalisch-chemischen Arbeit promoviert hat. Darüber hinaus besteht durch ihre Ehe mit Fritz Haber ein direkter Bezug zum Fritz-Haber-Institut, einer Mitgliedsinstitution von UniCat.

UniCat

„Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) ist ein im Rahmen der Exzellenz­initiative des Bundes und der Länder gegründeter interdisziplinärer Forschungsverbund, dessen zentrales Thema die Kata­lyse ist. UniCat wird von vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten im Berliner Raum getragen. Mehr als 50 Arbeitsgruppen bearbeiten gemeinsam zukunfts­relevante Forschungsthemen von der chemischen Umwandlung von Erd- und Biogas, der Aktivierung von Kohlendioxid über die Erzeugung von Wassersoff aus Licht und Wasser bis hin zur Synthese von Wirkstoffen mit Hilfe von Enzymen. Sprecherhochschule ist die Technische Universität Berlin. UniCat wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Mitteln aus der Exzellenzinitiative ca. 5,6 Millionen Euro jährlich gefördert.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Claudia Nasrallah, Exzellenzcluster UniCat, Genderangelegenheiten; Tel.: 030/314-28882, E-Mail: claudia.nasrallah(at)tu-berlin.de

Dr. Martin Penno, Exzellenzcluster UniCat, Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030/314-28 592, E-Mail: martin.penno@tu-berlin.de

Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen 

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter: Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter: http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608